Impressum | Haftungsausschluss | Kontakt

Befund Diabetes

Informationen für Diabetiker

Diabetes Therapie

Therapie des Diabetes Typ 1

Aufgrund der Unfähigkeit des Körpers, eigenes Insulin zu produzieren, ist eine externe Zufuhr von Insulin – meist durch Spritzen, auch möglich per Insulinpumpe – unbedingt notwendig. Die heutzutage zur Verfügung stehenden Insuline werden nach ihrer Wirkungsdauer unterschieden:

  • schnell wirksame Insuline (z.B. um Blutzuckerspitzen nach dem Essen abzufangen)
  • lang wirkende Insuline (um einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten)
  • Kombinationen der beiden Arten

Die verschiedenen Therapiearten können z. B. unterschieden werden in:

  • Konventionelle Insulintherapie (CT): Ursprünglich war dies eine Therapieart, bei der bei jeder Mahlzeit die entsprechend notwendige Menge Insulin gespritzt wurde. Diese Therapieform wurde weiterentwickelt zur
  • Intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT): Zusätzlich zu einer Basis-Versorgung mit Insulin (Basis) wird zu den Mahlzeiten je nach Bedarf schnell wirksames Insulin gespritzt (Bolus)
  • Kontinuierliche subkutane Insulininfusion/Pumpentherapie (CSII): zur Zeit eine der fortschrittlichsten Methoden. Hierbei wird den Betroffenen mithilfe einer stets bei sich zu tragenden externen Pumpe über eine Kanüle kontinuierlich die benötigte Menge Insulin zugeführt.

Therapie des Diabetes Typ 2

Im Gegensatz zum Diabetes mellitus Typ 1 kann der Körper bei dieser Variante des Diabetes durchaus noch das Hormon Insulin produzieren, es wird aber durch den Körper nicht mehr ausreichend angenommen (Insulinresistenz). Die direkte Zufuhr von Insulin ist in vielen Fällen nicht notwendig, jedoch besteht ein erhöhter Therapiebedarf des Diabetes aufgrund der zeitlich verzögerten, versteckten Symptome, um unmittelbare Spätschäden zu verhindern.

Eine der wichtigsten Therapieoptionen bei diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ 2 ist eine blutzuckergerechte Ernährungseinstellung bzw. -umstellung. Damit einhergehend ist eine Normalisierung des Körpergewichtes unabdingbar. Dieses kann durch eine geeignete Ernährung bzw. Diät und körperliche Bewegung erreicht werden. Reichen all diese Maßnahmen nicht aus, kann eine medikamentöse Unterstützung der Therapie erforderlich sein. Hier können in der ersten Stufe Medikamente wie Glibenclamid (bei Normalgewicht), Metformin bzw. Sulfonylharnstoffe (bei Übergewicht) oder aber auch Alpha-Glucosidasehemmer oder Insulin gegeben werden. Wenn die Blutzuckerwerte nach einer bestimmten Zeit immer noch nicht befriedigend sind, können je nach vorheriger Therapieform weitere Antidiabetika hinzugezogen werden (z. B. Acarbose, Glinide, Glitazone) bzw. auch spezielle Arten von Insulin in Kombination mit Antidiabetika. Lässt sich so ebenfalls keine zufriedenstellende Blutzuckereinstellung erreichen, können z. B. geeignete Verzögerungsinsuline oder eine Insulinpumpe in Frage kommen. (lp)

befund-diabetes.de bookmarken

Weitere Artikel im Bereich Therapie:

Diabetes Therapie

Der HbA1c Wert auch als Diabetes Langzeitwert bekannt spiegelt die durchschnittlichen Blutzuckerwerte und Einstellungen der vergangenen Wochen und Monate wieder.

Diabetes-News von Curado.de

  • Medizinische Fußpflege bei Diabetes 20.03.2018
    Die medizinische Fußpflege, auch podologische Therapie genannt, eignet sich vor allem für Patienten mit Nervenstörungen oder einem diabetischen Fuß.