Befund Diabetes
Informationen für Diabetiker
Glossar
Adipositas
anderer Begriff für Übergewicht, adipöse Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus
Adrenalin
Hormon der Nebenniere, wird bei Stress produziert und erhöht den Blutzuckerspiegel; Insulin-Gegenspieler
Angiopathie, diabetische
Diabetes-bedingte Gefäßerkrankung, bei der die Blutefäße durch einen schlecht eingestellten Blutzuckerspiegel geschädigt werden. Kann diabetische Gangrän oder Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verursachen
Autoimmunerkrankung
Fehlprogrammierung des Immunsystems, welches sich in Folge dessen nicht nur gegen körperfremde, sondern auch gegen körpereigene Zellen wendet. Bei Diabetes Typ 1 werden die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse vom Immunsystem angegriffen und zerstört
Body Mass Index
Kennzahl, welche zur besseren Bewertung des Körpergewichts eines Menschen dient. Berechnet wird der BMI mit der Formel Körpergewicht in Kilo geteilt durch die zum Quadrat erhobene Körpergröße in Metern. Der BMI für einen normalgewichtigen Menschen liegt zwischen 18-25
Cholesterin
gehört zu den tierischen Fetten (Lipiden), Cholesterinablagerungen in den Arterien erhöhen das Risiko für kardio-vaskuläre Erkrankungen und Diabetes Typ 2
Diabetes mellitus
Sammelbegriff für verschiedene Stoffwechselerkrankungen; die Unfähigkeit des Körpers, Insulin zu produzieren oder dieses adäquat zu verwerten, führt zur Überzuckerung des Bluts
Diabetes Typ 1
das eigene Immunsystem wendet sich gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Bei Diabetes Typ 1 ist ein lebenslanges Spritzen von Insulin notwendig (insulinabhängiger Diabetes)
Diabetes Typ 2
unzureichende Insulinsulinwirkung im Körper (Insulinresistenz)
Diabetischer Fuß
durch Durchblutungstörungen und Schädigungen der Nerven am Fuß bedingte Symptome, welche sich oftmals in verschlechterter Wundheilung, Infektionen und Schmerzen äußern. Die Schädigungen können im schlimmsten Fall zur Amputation des Fußes führen
Diabetisches Koma
Bewusstlosigkeit, bedingt durch starke Überzuckerung in Folge von Insulinmangel. Kann lebensgefährlich sein und muss sofort ärztlich behandelt werden
Fruktose
Fruchtzucker, wird in der Diabetesdiät verwendet, da die Fruktose auch mit eingeschränkter Insulinwirkung vom Körper umgesetzt werden kann
Gestationsdiabetes
Schwangerschaftsdiabetes, eine spezielle Form des Diabetes, die erstmals in der Schwangerschaft auftreten kann. Nach der Geburt normalisieren sich die Werte in der Regel wieder
Glukagon
Hormon, wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und erhöht den Blutzuckerspiegel, Insulin-Gegenspieler
Glukose
Traubenzucker, Einfachzucker (Monosaccharid), dient dem Körper als Energiespender
Glukosurie
Ausscheiden von Traubenzucker über den Harn bzw. über die Nieren
Hämoglobin A1 (HbA1)
Blutzucker-Langzeitwert, der die durchschnittliche Blutzuckereinstellung der letzten zwei bis drei Monate wiederspiegelt
Humaninsulin
künstlich hergestelltes Insulin, welches in seiner chemischen Zusammensetzung dem menschlichen gleicht und in der Diabetestherapie verwendet wird
Hyperglykämie
stark erhöhter Blutzuckerwert
Hyperinsulinämie
erhöhte Insulinkonzentration im Blut
Hypoglykämie
sehr niedriger Blutzuckerwert
Inselzellen
Langerhanssche Inseln; Zellenansammlung in der Bauchspeicheldrüse, registrieren den Blutzuckerspiegel und produzieren bei Bedarf Insulin oder Glukagon
Insulin
Hormon, wird in der Bauchspeicheldrüse hergestellt und ermöglicht Senkung des Blutzuckerspiegels
Insulin-Pen
Hilfsmittel, um das Spritzen einer bestimmten Insulinmenge zu erleichtern
Insulin-Pumpe
Gerät zur dauerhaften Insulinabgabe, wobei das Insulin mittels eines Infusionssets in den Körper geleitet wird
Insulinresistenz
ungenügende Reaktion des Körpers auf Insulin, sodass Glukose nicht mehr ausreichend vom Blut in die Zellen aufgenommen werden kann, eine der Ursachen für Diabetes Typ 2
Intensivierte konventionelle Therapie (ICT)
einerseits wird schnell wirksames Insulin vor der Einnahme einer Mahlzeit gespritzt, andererseits wird durch zusätzliche Gabe eines lang wirksamen Insulins die Grundversorgung des Körpers mit Insulin gewährleistet
Ketoazidose
Durch eine Unterversorgung des Körpers mit Energie greift dieser zur Behebung des Mangelzustandes auf Fett- und Eiweißdepots zurück. Dies führt zu einer Übersäuerung des Blutes, welche unbehandelt zum Tod führen kann
Kohlenhydrate
Energieträger in der Nahrung aus Stärke und Zucker, meist pflanzlichen Ursprungs. Kohlenhydrate werden im Körper zu Glukose umgewandelt.
Langzeitinsulin
lang wirksames Insulin
Mehrfache Injektionstherapie (MIT)
intensivierte Therapie, bei der mehrfach am Tag unterschiedliche Insulinarten gespritzt werden
Neuropathie, diabetische
Zerstörung der Nervenfasern besonders der Extremitäten durch schlechte Blutzuckereinstellung, führt zu einem Verlust der Sensibilität und reduziertem Schmerzempfinden
Normalinsulin
schnell wirksames Insulin; wirkt schon kurz nach der Gabe per Injektion für sechs bis acht Stunden
Pankreas
Bauchspeicheldrüse; Porduktionsort für Enzyme und Hormone (z. B. Insulin, Glukagon)
postprandialer Blutzucker
Bezeichnung für den Blutzuckerspiegel zwei Stunden nach einer Mahlzeit
Retinopathie, diabetische
Schädigung der Netzhautgefäße durch schlechte Blutzuckereinstellung, führt zu einer verminderten Sehschärfe und einem eingeschränktem Gesichtsfeld, in schlimmen Fällen kann sogar Erblindung folgen
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